Wem können wir eigentlich noch vertrauen?

Wem können wir eigentlich noch vertrauen?

Eine psychologische Annäherung an das Thema „Vertrauen“

„Kapital ist Vertrauen.“

„Vertrauen verpflichtet.“

„Veranlagung verlangt Vertrauen.“

„Vertrauen, das bleibt.“

„Vertrauen ist der Anfang von allem.“

Kommen Ihnen diese Werbeslogans bekannt vor? Vermutlich. Und auch die Absender dieser Werbebotschaften dürften Ihnen ein Begriff sein. Sie heißen Aeonis, Alte Leipziger, Allianz Investmentbank Österreich, Continentale Versicherung und Deutsche Bank.

Wenn wir uns die Werbelandschaft anschauen, stellen wir fest, dass kaum ein Begriff von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherern so häufig genutzt wird wie dieser: Vertrauen.

Das ist auch überhaupt nicht verwunderlich, denn im Wirtschafts- und Finanzsystem ist Vertrauen das absolute Fundament. Ohne das Vertrauen darauf, dass Institutionen funktionieren und Zusagen eingehalten werden, würde unser gesamter Alltag stillstehen.

Doch gerade beim Thema Geld und Altersvorsorge stellen sich vielfach die Fragen:

Wo ist dieses Vertrauen eigentlich noch gerechtfertigt? Wem können wir heutzutage noch vertrauen? Der Politik? Unserem Bankberater? Den Finanzinstitutionen? Dem Rentensystem?  

Um diese wichtigen Fragen geht es in dem heutigen Blog-Beitrag. Und wir gehen dabei sogar noch einen Schritt weiter und fragen uns: Was genau bedeutet es eigentlich, jemandem zu vertrauen? Und wie sollten wir uns als Anleger in einer Welt verhalten, in der immer mehr Menschen das Vertrauen an das „große Ganze“ verlieren?

Wie entsteht Vertrauen?

Wenn ein Kind seinen Eltern vertraut, ist das das Ergebnis positiver Erfahrungen. (Bildquelle: unsplash).

In der Psychologie wird Vertrauen oft als ein Zustand zwischen Wissen und Nichtwissen definiert. Wenn wir alles wüssten, bräuchten wir kein Vertrauen. Und wenn wir gar nichts wüssten, könnten wir nichts und niemandem vertrauen. Vertrauen ist dabei meistens eine bewusste Entscheidung. Und oftmals ist es auch eine riskante Vorleistung.

Denken Sie nur an den sogenannten „Vertrauensvorschuss“, bei dem wir unserem Gegenüber – sei es einem neuen Mitarbeiter, einer neu gewählten Regierung oder einer neuen Lebenspartnerin – unser Vertrauen schenken, ohne dass bereits bewiesen wurde, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist.  

Ganz wichtig dabei: Wenn wir jemandem vertrauen, bedeutet das nicht, von dieser Person alles kritiklos hinzunehmen oder ihr blind zu glauben. Echte, gesunde Zuversicht wächst aus der Erfahrung. Man beobachtet, ob jemand seine Zusagen einhält und ob Worte und Taten übereinstimmen. Und auf dieser Basis entscheiden wir uns dafür, diesem Menschen unser Vertrauen zu schenken.

In der Psychologie spricht man in dem Zusammenhang von „situativen Erfahrungswerten“. Der österreichische Aphoristiker Ernst Ferstl hat es treffend formuliert: „Wachsendes Vertrauen zueinander ist ein guter Boden für ein fruchtbringendes Miteinander.“ Das ist ein entscheidender Punkt: Vertrauen ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Es muss wachsen und benötigt als „guten Boden“ eine verlässliche Faktenbasis und viele positive Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Das große Misstrauen unserer Zeit

Das Vertrauen in Deutschland hat einen historischen Tiefstand erreicht. (Bildquelle: unsplash)

Ich hatte eingangs ja bereits erwähnt, dass viele Menschen heutzutage ein Problem damit haben, anderen Personen oder Institutionen ihr Vertrauen zu schenken. Dass das Vertrauen in Deutschland einen historischen Tiefstand erreicht hat, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer „Krise der Verunsicherung“.

Laut dem aktuellen Edelman Trust Barometer wird der gesellschaftliche Fortschritt derzeit massiv durch wirtschaftliche Unsicherheit, ungelöste Ängste und einen tief sitzenden Pessimismus gebremst. Diese weltweite Vertrauensstudie misst bereits seit einem Vierteljahrhundert einmal im Jahr, wie sehr die Menschen ihren Institutionen – also Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs – vertrauen.

Der Deutschland-Bericht 2026 zeichnet ein besorgniserregendes Bild: Nur noch 8 Prozent der Deutschen glauben, dass es der nächsten Generation besser gehen wird. Die Menschen vertrauen zunehmend nur noch denen, die ihre eigenen Werte, Erfahrungen und Sichtweisen teilen. 8 von 10 Befragten sind der Edelman-Studie zufolge vorsichtiger darin geworden, anderen zu vertrauen, die anders denken oder andere Lebensrealitäten haben.

Die Folge ist ein Rückzug ins Private. Die Menschen ziehen sich in kleine, vertraute Kreise zurück, weil das Vertrauen in das große System und die Politik schwindet. „Trust goes local“ nennen die Forscher das.

Zwischen Fake News und KI-Skepsis

Durch Fake News sinkt auch das Vertrauen in traditionelle Medien. (Bildquelle: unsplash)

Ein Treiber dieser Entwicklungen ist die Flut an manipulierten Informationen. Fake News sind heute so professionell gestaltet, dass sie gezielt vertrauensbildende Elemente wie (erfundene) Zahlen, Expertentitel oder Zitate nutzen, um unsere Wahrnehmung zu korrumpieren.

Rund 20 Prozent der Menschen geben an, dass die zunehmende Verbreitung von Fehlinformationen den größten negativen Einfluss auf ihr allgemeines Vertrauen hat. Diese „Krise der Evidenz“ führt dazu, dass viele am Ende gar nichts mehr glauben – auch für uns Anleger ein gefährlicher Zustand!

Zusätzlich sorgt der technologische Umbruch durch KI für Ambivalenz. Eine aktuelle Studie zeigt das Phänomen „High use, low trust“: Wir nutzen KI zwar intensiv im Alltag, etwa für Suchanfragen oder sogar für die Finanzplanung, bringen ihr aber kaum echtes Vertrauen entgegen. Besonders in Deutschland prägen Sorgen um den Datenschutz, der befürchtete Kontrollverlust und die Angst, durch die Technologie abgehängt zu werden, das Bild.

Während Zukunftsängste in Bezug auf Rezession und internationale Handelskonflikte auf einem Allzeithoch liegen, ziehen sich die Menschen immer weiter in ihre private „Abschottung“ zurück

Die Menschen ziehen sich zunehmend in kleine, vertraute Kreise zurück. (Bildquelle: unsplash)

Warum sollten wir den Banken oder der Politik vertrauen?

Die Befunde des Edelman Trust Barometers decken sich mit meinen Beobachtungen im Hinblick auf die finanzielle Zukunft der Deutschen: Das Rentensystem steht unter Druck und viele Menschen fühlen sich von den offiziellen Wegen zur Altersvorsorge im Stich gelassen. Wenn das „System“ nicht mehr liefert, ist es Zeit, die eigene finanzielle Zukunft in die Hand zu nehmen. Doch bevor wir über Lösungen sprechen, sollten wir uns zwei ehrliche Fragen stellen:

Warum sollten wir einem Bankberater vertrauen, dass er unser Geld primär in unserem Sinne vermehrt? Ist es nicht vielmehr so, dass Banken oft zuerst den eigenen Profit im Blick haben? Denn das System selbst basiert häufig auf Provisionen, Verkaufszielen und Produktinteressen. Die Interessen des Kunden stehen dabei nicht immer an erster Stelle.

Und warum sollten wir der Politik vertrauen, wenn es um unsere finanzielle Unabhängigkeit im Alter geht? Seit Jahren wird über die Krise des deutschen Rentensystems diskutiert. Immer neue Reformen, neue Zuschüsse, neue Modelle – und die Unsicherheit vieler Menschen wächst trotzdem munter weiter.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. (Bildquelle: unsplash)

Was braucht es, um (wieder) zu vertrauen?

Vielleicht fragen sich einige von Ihnen nun: „Und warum sollte ich in Finanzfragen Michael Proffe vertrauen?“. Beantworten könnte ich die Frage mit einem bekannten Sprichwort: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

Es geht zurück auf eine russische Redewendung, die ich hier auch zitieren möchte, weil sie meines Erachtens den Kern meiner Arbeit noch besser trifft: „Vertraue, aber prüfe nach!

Bei mir müssen Sie nicht blind glauben, denn meine Ergebnisse sind nachprüfbar. Meine Trendfolgestrategie basiert auf harten Zahlen und einem emotionslosen Ampelsystem. Solange mir die Ampeln in meinem Trendfolge System grünes Licht geben, ist der Trend intakt und ich bleibe investiert. Schaltet die Ampel auf Rot, liegt ein Trendbruch vor und ich steige aus. So einfach ist das!

Die psychologische Forschung zeigt, dass Vertrauen vor allem auf drei Faktoren basiert: Wohlwollen, Integrität und Kompetenz. Oder in meinen Worten: Aus guter Absicht, Ehrlichkeit und Fähigkeiten. Und genau diese drei Eigenschaften finden Sie bei mir: Ich verfolge keine versteckten Interessen. Ich verkaufe keine komplizierten Finanzprodukte. Und ich zeige Ihnen seit vielen Jahren ganz offen, wie es mit meiner Strategie gelingt, die Basis für ein sorgenfreies Leben zu schaffen.

Vertrauen ist eine bewusste Entscheidung. (Bildquelle: unsplash)

Die Vergangenheit als Wegweiser 

Zum Abschluss kommen ich noch einmal auf die Psychologische zu sprechen. Denn dort gilt folgende Regel: Der beste Prädiktor für die Zukunft ist die Vergangenheit. Je häufiger jemand gezeigt hat, dass Verlass auf ihn ist, desto gerechtfertigter ist das Vertrauen. Die Performance meiner Depots über die letzten Jahrzehnte spricht hier eine ziemlich eindeutige Sprache.

Daher mein Rat für alle Anleger, die in Zeiten großen Misstrauens nach Orientierung suchen: Vertrauen Sie nicht blind – weder irgendwelchen Werbeslogans, die mit dem Vertrauens-Begriff arbeiten, noch den Banken oder der Politik. Und lassen Sie sich auch nicht von kurzfristigem Marktgeschrei verunsichern, sondern setzen Sie auf bewährte Prozesse. Und nutzen Sie ein System, das auf Logik, Disziplin und langfristigem Erfolg basiert.

In der Welt der Trendfolge gibt es ein klares „Vertrauens-Motto“ für Ihren Erfolg. Es lautet: Trust the process. Wenn Sie der Logik der Trends folgen, bringt Ihnen das die nötige Sicherheit für ein entspanntes, sorgenfreies Leben und ein „fruchtbringendes Miteinander“.

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

Michael Proffe ist bekannt aus

Post von Proffe

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