Welches Buch gerade auf meinem Nachttisch liegt
Ein eher untypisches Börsenbuch
Wer regelmäßig meinen Blog liest, sich an die Empfehlungen in meinen Börsendiensten hält und konsequent die Prinzipien meiner Trendfolgestrategie anwendet, muss eigentlich keine dicken Finanzwälzer studieren. Ganz nach meinem Motto „More time to live®“ geht es mir doch darum, dass Sie mehr Zeit für ein sorgenfreies Leben haben – und dass Sie Ihre kostbare Zeit eben nicht mit komplizierten Theorien verbringen müssen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich die Dinge gerne etwas anders handhabe als andere (und mit dieser Strategie bin ich bisher überaus erfolgreich gefahren). Und deswegen habe ich Ihnen heute einen Buchtipp mitgebracht – aber eben kein typisches Börsenbuch!
Es handelt sich um ein Sachbuch, das uns zeigt, wie sich die Perspektive auf Geld verändert, wenn man erst einmal zu Wohlstand gekommen ist. Denn genau diese Denkweise – das sogenannte „Money Mindset“ – ist entscheidend, wenn man langfristig finanziell erfolgreich sein möchte.
Ein Leben wie im Film

Wenn man an Superreiche oder Milliardäre denkt, hat man sofort bestimmte Bilder im Kopf: Luxusyachten vor Monte Carlo, Privatjets mit Champagner-Service, einen Chauffeur und auch sonst jede Menge Personal, Villen an der Côte d’Azur, Family-Offices oder versteckte Konten in Steuerparadiesen. Eine Welt voller Glamour, Exklusivität und schier grenzenloser Möglichkeiten – aber auch eine Welt, die für die meisten unerreichbar bleibt.
In der Regel kennt man dieses Leben nur aus Filmen oder Serien, in denen extrem reiche Menschen wie moderne Märchenfiguren inszeniert werden: unangreifbar, allmächtig, mit einer Aura der Unantastbarkeit. Doch was bedeutet es wirklich, Teil dieser Elite zu sein? Wie ticken Menschen, die über viele Millionen verfügen, tatsächlich?

Im Sommer 2024 ist ein Buch mit dem Titel „Crazy Rich – Die geheime Welt der Superreichen“ erschienen. Es landete direkt auf den Sachbuch-Bestsellerlisten und bekam viel Lob in der Presse. Denn der Autorin Julia Friedrichs ist etwas Bemerkenswertes gelungen: Sie hat Superreiche zum Gespräch gebeten – und diese haben sich den Fragen der Journalistin gestellt und ihr umfassende Einblicke in ihre „geheime Welt“ erlaubt.
Durch das Buch lernen wir eine Welt voller Privilegien kennen – aber auch eine Welt mit eigener Logik, eigenen Regeln und einem speziellen Mindset derer, die sich als superreich bezeichnen dürfen. Ich gebe zu – ich bin mit meiner „Buchkritik“ etwas spät dran. Aber auch das hat sein Gutes, denn inzwischen ist „Crazy Rich“ auch in der günstigeren Taschenbuch-Variante erhältlich (Sie können also das so gesparte Geld direkt ins Depot stecken 😉).

Kein Reichen-Bashing
In den zahlreichen positiven Kritiken zu „Crazy Rich“ konnte man folgendes lesen: „Ihr Buch ist kein Reichen-Bashing, viel eher ein Debattenbeitrag.“ Oder auch: „Sie verurteilt nicht, sondern stellt die richtigen Fragen.“ Und genau das hat mich neugierig gemacht. Denn ich brauche definitiv keinen weiteren Ratgeber, der die Moralkeule schwingt und mir aufzeigt, wie ungleich das Geld in unserer Gesellschaft verteilt ist oder wie unfair es ist, dass Hochvermögende Steuersparmodelle nutzen. Logisch, dass die Journalistin Julia Friedrichs im Buch auch auf diese Themen eingeht.
So ist schon im ersten Kapitel zu lesen: „In Deutschland besitzen 3.300 Superreiche 23 Prozent des Finanzvermögens. Welches Ausmaß verträgt das Zusammenleben in einer Gemeinschaft, verträgt die Demokratie, in der zumindest theoretisch doch jede Stimme gleich viel wert sein muss?“
Aber das Thema Einkommensungleichheit ist eben nur ein Aspekt, der in „Crazy Rich“ thematisiert wird. Durch die verschiedenen Porträts und Interviews, die den Kern des Buches ausmachen, schafft es die Autorin, dem Leser sehr eindrücklich zu vermitteln, wie die Welt aus der Perspektive extrem wohlhabender Menschen aussieht. Und diesen Aspekt finde ich persönlich wesentlich spannender!
Eine Einordnung

Hilfreich ist es bei dem Thema, wenn wir uns zunächst einen Überblick darüber verschaffen, wie man „Superreiche“ überhaupt definiert. Man könnte sich dazu zum Beispiel einfach mal die 25 reichsten Menschen weltweit und deren Vermögen anschauen:

Die Liste stammt aus dem vergangenen Jahr und hier bewegen wir uns auf einem Vermögens-Spektrum zwischen sagenhaften 59 und 342 Milliarden US-Dollar. In der Statistik vom 17. März 2026 liegt erneut Elon Musk an der Spitze – mit dem kleinen Unterschied, dass sein Vermögen inzwischen rund 834 Milliarden US-Dollar beträgt. Wahnsinn, oder?
Als „superreich“ darf man sich laut Statista allerdings schon bezeichnen, wenn man über ein Vermögen von mehr als 30 Millionen US-Dollar verfügt. Diese Klassifizierung folgt dem Wealth Report des Immobilienunternehmens Knight Frank. In der Ausgabe 2025 dieses Reports wurde ermittelt, dass aktuell fast 40 Prozent der Superreichen weltweit in den USA leben. Julia Friedrich wiederum definiert es in ihrem Buch so, dass man mehr als 100 Millionen US-Dollar an Vermögen haben muss, um als superreich zu gelten. Und so kommt sie auf die Zahl von 3.300 Menschen in Deutschland, die dieses Kriterium erfüllen.
Wer hingegen über mehr als eine Million US-Dollar an Vermögenswerten verfügt, darf sich laut „World Wealth Report“ zumindest schon als reich bezeichnen. Das sind in Deutschland immerhin mehr als 1,6 Millionen Menschen. Die Bundesbank wiederum geht davon aus, dass zu den reichsten zehn Prozent in Deutschland gehört, wer mehr als 725.900 Euro Vermögen zur Verfügung hat. So nähern wir uns Schritt für Schritt einer Größenordnung an, die für uns Anleger doch gar nicht mehr soooo unrealistisch erscheint, oder? Ich erinnere in dem Zusammenhang noch einmal gerne daran, dass ich es mit meinem Trendfolge System bereits mehrfach geschafft habe, aus 30.000 Euro Startkapital eine Million zu machen.

Alles eine Frage des „Money Mindsets“
Was zeigen uns nun diese Zahlen? Die Definitionen, ab wann jemand als „reich“ oder gar „superreich“ gilt, variieren. Und auch wir Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, ab wann man reich ist. Womit wir auch schon beim Thema „Money Mindset“ angelangt wären. Denn wer finanziell unabhängig ist, trifft andere Entscheidungen als jemand, der jeden Euro zweimal umdrehen muss.
Das betrifft nicht nur das Konsumverhalten, sondern auch unsere Lebensplanung und unsere Gedanken über Zukunft und Sicherheit. Anleger, die sich beispielsweise über die Jahre mit meiner Trendfolge Strategie erfolgreich ein Vermögen aufgebaut haben, merken, dass sie heute anders über Geld, Risiko und Chancen denken als früher. Machen Sie doch einfach mal den Test bei sich selbst: Denken Sie heute als jemand, der seit langer Zeit an der Börse investiert ist, anders über Geld als in der Phase, in der Sie noch kein Aktiendepot hatten?
Geld allein macht bekanntlich nicht glücklich – aber es verändert, wie wir die Welt sehen. Während sich die Mehrheit der Bevölkerung fragt, ob das vorhandene Einkommen bis zum Monatsende reicht, denken erfolgreiche Anleger langfristig: Wie kann ich mein Vermögen sinnvoll investieren? Welche Chancen bieten sich mir durch finanzielle Weitsicht?
Auf die Perspektive kommt es an!
Jetzt werden sich natürlich all diejenigen zu Wort melden, die in den Leserbefragungen regelmäßig angegeben, dass ich in meinen „Proffe News“ mehr darauf eingehen soll, wie ein erfolgreicher Börsenstart auch mit kleinerem Budget gelingen kann. Aus meiner Sicht ist das aber gar kein Widerspruch! Viele Börsenneulinge glauben, dass erhebliche Summen notwendig sind, um an der Börse zu investieren. Doch auch mit begrenzten Mitteln ist ein Einstieg möglich – das zeige ich zum Beispiel in meinem Börsendienst „Proffes Newcomer“.

Und ich bin der Meinung, dass das Verständnis des eigenen „Money Mindsets“ gerade für Anleger mit begrenztem Budget bedeutsam ist. Eine positive Einstellung zum Geld und zum Investieren kann Ihnen dabei helfen, finanzielle Ängste abzubauen und den Mut zu fassen, auch mit kleinen Beträgen zu starten.
Wichtig ist es, dass Sie die gelernten Glaubenssätze in Bezug auf Geld regelmäßig hinterfragen und sich mit dem Thema „Finanzbildung“ auseinandersetzen. Das tun Sie ja bereits, indem Sie diesen Blog-Beitrag lesen und vielleicht sogar schon einen meiner Börsendienste beziehen.
Und meine heutige Buchempfehlung könnte Ihnen dabei helfen, die Perspektive zu wechseln und Geld künftig so zu verstehen, wie es diejenigen tun, die bereits „crazy rich“ sind. Denn ein erfolgreiches „Money Mindset“ bedeutet auch, nicht auf den schnellen Gewinn zu spekulieren, sondern mit Weitblick in langfristige Trends zu investieren – eben genau so, wie ich es mit meiner Trendfolgestrategie handhabe.