Keine KI ohne die Intelligenz kluger Köpfe

Keine KI ohne die Intelligenz kluger Köpfe

Immer daran denken: KI wird von Menschen gemacht!  

Wenn wir über Künstliche Intelligenz sprechen, kommt uns im Regelfall zuerst die Technologie in den Sinn. Wir denken dabei an Rechenzentren, neuronale Netze, Chips mit immensen Rechenleistungen, große Sprachmodelle und natürlich an KI-Unternehmen wie Nvidia, Meta oder die Google-Mutter Alphabet. Und einigen von Ihnen fällt bei dem Thema garantiert auch mein Börsendienst „Proffes KI Megatrends“ ein, in dem wir uns gezielt mit den börsennotierten Gewinnern der KI-Revolution beschäftigen.

In diesem Blog-Beitrag soll es mal nicht um Unternehmen, Technologien oder Plattformen gehen, sondern um Menschen. Um Köpfe. Um Persönlichkeiten, die den Megatrend KI maßgeblich mitgestalten. Einige Namen aus dem KI-Kosmos – wie zum Beispiel Sam Altman, Elon Musk, Mark Zuckerberg oder auch Nvidia-Gründer Jensen Huang – sind Ihnen garantiert geläufig.

Aber natürlich gibt es neben diesen prominenten Vertretern noch etliche weitere „Architekten der KI“, die vielleicht nicht super-bekannt, dafür aber nicht weniger einflussreich sind. Fünf davon stelle ich Ihnen in diesem Blog-Beitrag vor.

Die Architekten der KI

Im Dezember 2025 kürte das TIME-Magazine die „Architekten der KI“ zur Person des Jahres. (Bildquelle: TIME Magazine auf X)

Das amerikanische TIME-Magazine ist bekannt für seine „Person des Jahres“ – damit kürt es seit fast 100 Jahren eine Person, die die Nachrichten und die Welt am stärksten geprägt hat, im Guten wie im Schlechten.

Angefangen hat es 1927 mit dem Piloten Charles Lindbergh. 2024 war es Donald Trump, im Jahr davor durfte sich Taylor Swift über den Titel „Person des Jahres“ freuen. 2025 entschied sich die Redaktion, den Titel nicht an eine einzelne Person zu vergeben, sondern an ein ganzes Kollektiv – die sogenannten „KI-Architekten“.

Die Begründung der Redaktion: „Weil sie das Zeitalter denkender Maschinen herbeiführen, die Menschheit begeistern und zur Sorge treiben, die Gegenwart verändern und das Mögliche überwinden, sind die Architekten der KI die TIME-Person des Jahres 2025“.

Natürlich sind die bereits erwähnten prominenten Vertreter Elon Musk, Jensen Huang und Mark Zuckerberg in der Liste vertreten. Und auch der OpenAI-CEO Sam Altman darf sich über die Auszeichnung freuen.

Es werden aber unter den „Architects of AI“ nicht nur bekannte Firmenbosse angeführt, sondern Innovatoren, Vorreiter und Vordenker, die unsere Welt durch bahnbrechende KI-Fortschritte neu gestaltet haben. Auch Wissenschaftlerinnen wie Fei-Fei Li zählen dazu.    

Die „Godmother of AI“

Fei-Fei Li gilt als „Godmother of AI“. (Bild erstellt mit ChatGPT auf Basis eines Wikipedia-Fotos)

Die US-Amerikanerin Fei-Fei Li gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der modernen Informatik. Die Professorin am Informatik-Institut der Stanford University und Co-Direktorin des Human-Centered AI Institute in Stanford wurde bekannt durch die Entwicklung von ImageNet. Das ist ein gigantischer Datensatz, der das Fundament für das Training heutiger neuronaler Netze und den Durchbruch der Computer Vision, also des maschinellen Sehens, legte.

Aktuell ist sie in Stanford beurlaubt und leitet als CEO das Startup World Labs, das die nächste Stufe der KI erklimmt, sogenannte „World Models“. Während aktuelle KIs meist flache Texte oder Bilder generieren, erschafft ihr System interaktive 3D-Umgebungen aus einfachen Prompts – eine Technologie, die für die Robotik und Virtual Reality unverzichtbar ist. Ihr Unternehmen erreichte bereits kurz nach der Gründung eine Bewertung von 5 Milliarden US-Dollar.

Fei-Fei Lis Vita ist eine klassische Erfolgsgeschichte. Geboren 1976 in Peking und aufgewachsen in Chengdu, zog sie mit 16 Jahren in die USA. Während ihres Physikstudiums in Princeton kehrte sie am Wochenende regelmäßig nach Hause zurück, um in der chemischen Reinigung ihrer Eltern auszuhelfen und die Familie zu unterstützen. Diese Bodenständigkeit gepaart mit akademischer Exzellenz zeichnet die sogenannte „Godmother of AI“ aus.

Der Pionier der künstlichen Stimmen

Mati Staniszewski (re.) und Piotr Dabkowski (li.) sind die Gründer von ElevenLabs. (Bild erstellt mit ChatGPT auf Basis eines Pressefotos von ElevenLabs)

Mati Staniszewski repräsentiert die junge Generation der KI-Unternehmer. Als Mitbegründer und CEO von ElevenLabs hat er das Feld der Sprachsynthese revolutioniert. Sein Unternehmen entwickelt Software, die menschliche Stimmen mit verblüffender Natürlichkeit klonen und Texte in lebendige Sprache umwandeln kann.

Mit einer Bewertung von 6,6 Milliarden US-Dollar Ende 2025 zählt ElevenLabs zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas und zieht bedeutende Investoren an.

Der 1995 geborene Pole zeigt schon früh seinen unternehmerischen Geist. Nach seinem Mathematikstudium am Imperial College in London sammelte er Erfahrungen bei Tech-Größen wie Palantir und Opera. Die Idee zu ElevenLabs entstand gemeinsam mit seinem Schulfreund Piotr Dabkowski. Staniszewski gilt heute als einer der einflussreichsten Köpfe im Bereich der generativen Audio-KI und ist aus der Liste der „Architects of AI“ nicht mehr wegzudenken.

Die Strategin hinter der Rechenpower

Lisa Su, CEO und Präsidentin von AMD (Bild erstellt mit ChatGPT auf Basis eines Wikipedia-Fotos)

Ohne die Hardware von AMD wäre die KI-Revolution kaum denkbar, und Lisa Su ist die Architektin dieses Erfolgs.

Seit sie 2014 die Führung von AMD übernahm, transformierte sie den Chiphersteller von einem kriselnden Unternehmen zu einem globalen Giganten. Sie trieb die Entwicklung von Hochleistungschips für Rechenzentren und Spielkonsolen (wie PlayStation und Xbox) voran und positionierte AMD als entscheidenden Konkurrenten zu Nvidia im Bereich der KI-Infrastruktur.

Lisa Su wurde 1969 in Taiwan geboren und wanderte im Alter von drei Jahren in die USA aus. Ihre technische Neugier zeigte sich früh. Als Zehnjährige zerlegte und reparierte sie die ferngesteuerten Modellautos ihres Bruders.

Sie promovierte am MIT in Elektrotechnik und hielt entscheidende Patente für die Verwendung von Kupferverbindungen in Computerchips, was diese deutlich effizienter machte.

Fun Fact: Lisa Su ist mit dem Nvidia-Chef Jensen Huang verwandt, er ist ihr Onkel zweiten Grades. Aber auch ohne diesen berühmten Verwandten gelang ihr problemlos der Sprung in die TIME-Liste der KI-Architekten.   

Der Mahner für KI-Sicherheit

Dario Amodei, CEO von Anthropic (Bild erstellt mit ChatGPT auf Basis eines Wikipedia-Fotos)

Dario Amodei ist der Kopf hinter Anthropic, dem Unternehmen, das mit der Sprachmodellreihe Claude einen der stärksten Konkurrenten zu OpenAIs ChatGPT geschaffen hat.

Anthropic wurde Anfang 2025 mit 60 Milliarden US-Dollar bewertet und führt mittlerweile den Markt für Enterprise-Sprachmodelle mit einem Anteil von 40 Prozent an.

Dario Amodei verfolgt einen strikten „Safety First“-Ansatz: Er gründete Anthropic als Public Benefit Corporation, um sicherzustellen, dass die Entwicklung von KI verantwortungsvoll und sicher erfolgt.

Amodei, 1983 in San Francisco als Sohn italienischer Einwanderer geboren, kann eine beeindruckende akademische Laufbahn im Fach Physik vorweisen – einschließlich Promotion in Princeton. Bevor er sein eigenes Unternehmen gründete, war er Forschungsdirektor bei OpenAI, verließ das Unternehmen jedoch aufgrund von Differenzen über die strategische Ausrichtung und den Fokus auf KI-Sicherheit.

Sein Einfluss ist so groß, dass der Vorstand von OpenAI ihm 2023 sogar die Nachfolge von Sam Altman und eine Fusion beider Firmen anbot – was Amodei jedoch ablehnte. Heute warnt er regelmäßig vor den Gefahren autonomer Waffensysteme und setzt sich für strenge ethische Standards ein.

Vom Wunderkind zum Nobelpreisträger

Sir Demis Hassabis, CEO der Google-Tochter DeepMind (Bild erstellt mit ChatGPT auf Basis eines Wikipedia-Fotos)

Sir Demis Hassabis leitet Google DeepMind und gilt weltweit als einer der brillantesten Köpfe der KI-Forschung. Sein Ziel ist es, eine künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) zu schaffen, mit der sich komplexe wissenschaftliche Probleme lösen lassen.

Dies gelang ihm eindrucksvoll mit AlphaFold, einer KI, die die Struktur von Proteinen vorhersagen kann – ein Durchbruch, für den ihm 2024 der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde.

Er ist auch der Architekt hinter AlphaGo, einem Computerprogramm, dem es erstmals gelang, bei einem Turnier zwischen Mensch und Maschine einen Weltklasse-Profi im Brettspiel Go zu besiegen.

„Vielseitig“ ist vermutlich der passendste Begriff für Hassabis Leben. Der 1976 in London geborene Sohn eines griechisch-zyprischen Vaters und einer singapurischen Mutter war bereits mit 13 Jahren der zweitbeste Schachspieler der Welt in seiner Altersklasse. Mit 15 Jahren programmierte er die KI für Spieleklassiker wie Theme Park. Er studierte Informatik in Cambridge und promovierte später in kognitiven Neurowissenschaften.

Trotz seines Weltruhms und seiner Erhebung in den Ritterstand blieb er seinen Wurzeln treu. Er ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Anhänger des FC Liverpool – was ihn nicht daran gehindert hat, in die TIME-Liste der führenden Architekten der KI aufgenommen zu werden.

KI wird von Menschen gemacht!

Was zeigen uns diese fünf Kurzporträts nun? Auf jeden Fall machen sie deutlich, dass sich hinter der KI-Revolution extrem spannende Köpfe verbergen.

Und bei aller Faszination für Algorithmen und Rechenleistung sollten wir eines nicht vergessen: Hinter den großen KI-Entwicklungen stehen keine Maschinen, sondern Menschen. Es sind Visionäre, Unternehmer und Wissenschaftler, die diese Technologien gestalten, vorantreiben und verantworten.

Wenn Sie sich jetzt die Frage stellen, ob Sie sich all die Namen der „KI-Architekten“ aus der TIME-Liste merken müssen, kann ich Sie beruhigen. Das brauchen Sie natürlich nicht. Sicherlich schadet es nicht, wenn Sie als Anleger oder Anlegerin schon mal den ein oder anderen dieser Namen gehört haben.

Aber welche dieser Köpfe für uns an der Börse wirklich relevant sind, welche Aktien von ihrem Schaffen profitieren und wann der richtige Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg ist – genau das analysiere ich für Sie in meinen Börsendiensten. Ob das nun „Proffes KI Megatrends“ ist oder meine anderen Börsendienste: Dort erfahren Sie, wie wir mit der richtigen Strategie das Optimum aus der Börse herausholen. Ich freue mich, wenn Sie mich dabei begleiten!      

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

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Post von Proffe

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