Welche Technologien Anleger jetzt im Blick haben sollten

Welche Technologien Anleger jetzt im Blick haben sollten

Was Nvidia und Co. in Las Vegas gezeigt haben und warum das für 2026 entscheidend ist

Wie jedes Jahr im Januar richtete sich auch 2026 der Blick der Technologiebranche nach Las Vegas. Dort hat die Consumer Electronics Show 2026 (CES) gezeigt, wie schnell sich technologische Entwicklungen weiter beschleunigen und wo in den kommenden Jahren Kapital, Investitionen und Wachstum zu erwarten sind.

Für Technikfans ist die CES hauptsächlich eine Spielwiese für neue Geräte. Für uns Anleger ist sie vor allem eines: ein Frühindikator.

Die Messe gibt Hinweise darauf, welche Technologien an Bedeutung gewinnen, welche Geschäftsmodelle gestärkt werden und welche Unternehmen strukturell profitieren könnten.

Genau deshalb lohnt es sich, die CES einzuordnen und die wichtigsten Themen nüchtern zu betrachten.   

CES 2026: Künstliche Intelligenz bleibt der zentrale Wachstumstreiber

Über 148.000 Besucher strömten dieses Jahr zur CES (Quelle: CES)

Im Mittelpunkt der CES 2026 stand erneut das Thema Künstliche Intelligenz. Anders als noch im letzten Jahr hat KI allerdings ein Niveau erreicht, welches CEO Jensen Huang von Nvidia an der Messe treffend als „Physical AI“ bezeichnete.

Die Künstliche Intelligenz verlässt damit den Bildschirm und erobert die echte Welt. Egal ob Roboter, Autos oder Fabriken, alles wird intelligent. Und wer liefert das Gehirn dafür? Natürlich Nvidia. Der Chip-Designer präsentierte neue Chipgenerationen, die speziell für KI-Rechenzentren und High-Performance-Computing entwickelt wurden.

Nvidia bestätigte dabei die weiter steigende Nachfrage nach KI-Beschleunigern. Bei der Messe stellte der Chip-Designer seine neue Vera Rubin AI-Plattform vor. Das ist kein einzelner Chip, sondern ein System aus mehreren spezialisierten Recheneinheiten, die zusammen große Aufgaben in einer Künstlichen Intelligenz bewältigen.

In Rubins Fall geht es darum, riesige Datenmengen effizienter zu verarbeiten als bisher – etwa für Datenzentren oder selbstfahrende Autos. Jensen Huang hat auch eindrucksvoll gezeigt, dass KI nicht länger nur ein digitales Spielzeug ist. Mit der neuen Plattform „Cosmos“ lernen Roboter und Maschinen in virtuellen Welten, bevor sie dieses Wissen in der echten Welt anwenden. Das ist der Schlüssel für humanoide Roboter und die vollautomatisierte Industrie.

Auch AMD nutzte die CES, um seine Vision von „AI everywhere“ zu unterstreichen, also Künstliche Intelligenz in viele Bereiche zu bringen. Das Unternehmen stellte neue Ryzen AI-Prozessoren vor, die sowohl in PCs als auch in anderen Geräten eingesetzt werden können.

AMD zeigte außerdem die „Helios“ Rack-Skalierplattform, die große Server-Rechenzentren bei KI-Aufgaben unterstützen soll, und neue integrierte Chips, die eingebaute KI-Leistung direkt in kleinere Geräte bringen können.

„Messen sind das Schaufenster für neue Produkte und Innovationen. Wer hier punkten kann, hat auch gute Chancen auf bessere Unternehmensgewinne und steigende Aktienkurse.“ (Leser-Feedback aus der „Frage der Woche“ vom 12.01.2026)

AMD und Generative Bionics haben auf der CES 2026 einen humanoiden Roboter vorgestellt (Quelle: CES)

Auch Meta war auf der CES präsent, wenn auch nicht mit klassischen Produkten wie Smartphones oder Fernsehern. Das Unternehmen nutzte die Messe, um neue Funktionen seiner Meta Ray-Ban Display-Brille vorzustellen. Diese Brille hat ein kleines Display direkt im Glas, das Informationen anzeigen kann, ähnlich wie ein Mini-Bildschirm vor dem Auge. Solche „Smart Glasses“ verbinden reale Sicht mit digitalen Inhalten.

Meta zeigte unter anderem neue Funktionen wie Teleprompter-Unterstützung und hands-free Messaging. Hands-free Messaging bedeutet, dass man Nachrichten lesen oder verfassen kann, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen, etwa über Gesten oder eine begleitende Meta Neural Band-Steuerung. Diese kann Muskelbewegungen an der Hand erkennen und so Eingaben ermöglichen, ohne direkten Kontakt mit einem Bildschirm.

Unternehmen wie Meta nutzen die CES, um zu zeigen, wie ihre Software und Services durch KI noch stärker in den Alltag integriert werden. Ihre Präsenz unterstreicht die Bedeutung von KI in allen Bereichen der Technik, insbesondere auch durch die vermehrte Zusammenarbeit mit renommierten Chip-Fertigern.

„Die CES in Las Vegas mag hier schon ein Milestone sein, da hier auch neue Trends geboren werden. Andere Messen sicher auch, entziehen sich aber dem breiten Publikum, da auf Fachmessen oft geschlossene Kundenkreise vorhanden sind.“ (Leser-Feedback aus der „Frage der Woche“ vom 12.01.2026)

VR-Brillen waren eines der Highlights an der diesjährigen CES (Quelle: CES)

Die stillen Gewinner im Hintergrund

Apropos Chip-Fertiger … Ich möchte an dieser Stelle auch die großen Trendfolger erwähnen, die vom Megatrend Künstliche Intelligenz und Digitalisierung direkt profitieren, obwohl sie selbst kaum im Rampenlicht stehen.

Taiwan Semiconductor (TSMC) selbst ist einer der größten und bekanntesten Chip-Produzenten weltweit, stellt selbst aber keine Endprodukte auf der Messe vor, sondern ist zentraler Partner der Chipindustrie. TSMC fertigt die Halbleiter für viele große Tech-Firmen, also die physischen Chips, die in Rechnern, Smartphones und Servern stecken.

Für 2026 hat das Unternehmen angekündigt, seine Fertigungskapazitäten für KI-Chips deutlich auszuweiten, weil die Nachfrage nach schnellerer und effizienterer Verarbeitung steigt. In klaren Zahlen bedeutet das, dass TSMC allein 2026 rund 52 bis 56 Milliarden US-Dollar in neue Werke und Anlagen investiert.

Die Anlagen stammen größtenteils von einem europäischen Trendfolger, und zwar ASML. Auch Chipmaschinen-Hersteller Advanced Semiconductor Materials Lithography (ASML) hatte auf der CES 2026 zwar keinen traditionellen Messe-Stand wie PC-Hersteller, aber auch dieses Unternehmen bleibt im Hintergrund ein Schlüssel der technologischen Entwicklung. ASML baut Maschinen, die für die Herstellung moderner Chips nötig sind. Ohne diese Maschinen könnten heutige extrem dichte Chips nicht produziert werden, weil sie Licht in sehr feinen Strukturen verwenden, um elektrische Schaltungen auf Silizium zu ätzen. Diese Technik ist eine Grundlage der Chipindustrie, auch für Produkte, die auf der CES gezeigt werden.

Die Halbleiterindustrie bleibt ein entscheidender Wachstumstreiber für KI (Quelle: Statista)

Ein gefährlicher Spagat

Neben KI rückten Themen wie Energieeffizienz, Automatisierung und vernetzte Systeme stärker in den Fokus. Ob Industrie, Mobilität oder Rechenzentren, überall geht es darum, Prozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Genau hier entstehen langfristige Wachstumschancen für Unternehmen mit technologischem Vorsprung. 

Die Messe bestätigt bestehende Trends und zeigt zugleich, dass der technologische Wandel weiter an Fahrt aufnimmt. Künstliche Intelligenz, Halbleitertechnologie und digitale Plattformen bleiben die entscheidenden Wachstumstreiber.

Für Anleger bedeutet das, Chancen gezielt zu nutzen und sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die diese Entwicklungen nachhaltig umsetzen können.

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

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