4 Gründe, warum Sie NICHT reich werden

Michael Proffe
Michael Proffe
Michel Proffe „lebt“ seit über 30 Jahren Börse und hilft seinen zahlreichen Lesern, ihr Vermögen zu mehren. Bekannt aus ntv und Der Aktionär TV. Mehr »

Erfolgreich sein und reich werden, das ist doch der Wunsch von ganz vielen Menschen. Aber wie genau funktioniert denn dieses erfolgreich sein? Wie werde ich reich?

Die Frage, wie man reich wird, hat sich der Journalist Napoleon Hill vor 80 Jahren ebenfalls gestellt. Mit dem Resultat, dass er über 20 Jahre lang 500 Self-made-Millionäre beobachtete. Seine Beobachtungen schrieb er in einem Buch zusammen. Es ist der Klassiker und Bestseller: “Denke nach und werde reich”.

Neben den Erfolgskriterien hat Hill auch die Hauptgründe des Scheiterns ausgemacht. Von diesen wollen wir uns heute einige anschauen und sehen, ob Sie uns auf unserem Weg zum Vermögensaufbau weiterhelfen können:

1. Keine konkreten Ziele

Um reich zu werden, brauchen Sie konkrete Ziele. Es reicht nicht einfach, nur den Wunsch zu haben. Sie müssen es sich vorstellen können und konkrete Ziele haben, was Sie erreichen wollen. Das hilft Ihnen dabei, auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Je konkreter das Ziel, desto stärker ist der Anreiz, dieses zu erreichen. „Von 30.000 auf 1 Million in 7 Jahren“. So war das Ziel, mit dem ich in 2005 mit meinem Börsendienst gestartet bin. Konkreter geht es kaum. Zwar waren es 10 Jahre, aber dann war die Million da.

Und damit sind wir direkt beim nächsten Grund des Scheiterns.

2. Mangelndes Durchhaltevermögen

Das hängt direkt mit den konkreten Zielen zusammen. Können Sie sich noch an die Jahre 2007-2009 erinnern? Stichwort: Finanzkrise. Ich kenne viele Leser meines Börsendiensts, die dort das Handtuch geworfen haben. Wenn Sie dann nicht das Ziel vor Augen haben, dann kann es schnell passieren, dass Sie aussteigen.

„Das Ergebnis ist doch nicht so schlecht“, haben sich da einige gesagt. Und haben dann aufgehört zu investieren. Aber genau das sind die Leute, die es heute bereuen. Für alle diejenigen, die das Ziel vor Augen hatten und die 1 Million erreichen wollten, war die Finanzkrise nicht das Ende. Es war einfach nur eine Episode auf dem Weg zum Ziel.

Und hier zeigt sich dann eben, wie gut Ihr Durchhaltevermögen ist.

Vermögensaufbau ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Das muss man verstehen, und wenn man das nicht tut, dann resultiert daraus gleich der nächste Grund zum Scheitern.

3. Zu schnell reich werden wollen

Natürlich ist es verlockend, über Nacht Millionär zu werden. Aber ganz ehrlich, dann müssen Sie Lotto spielen und wie die Wahrscheinlichkeiten dort stehen, muss ich Ihnen nicht erzählen (ganz genau: 1 zu 139.838.160 für sechs Richtige plus Superzahl).

Reich werden Sie nicht ohne Gegenleistung. Sie müssen sich engagieren. Sie müssen durchhalten und Sie müssen mit Rückschlägen klarkommen.

Ich habe viele junge Sportler im Fitnessstudio erlebt, die nach wenigen Monaten schon aussehen wollten wie Arnold Schwarzenegger. Das Resultat war immer das gleiche, entweder gab es Verletzungen durch Überbelastung oder es gab Nierenschäden, Leberschäden oder noch Schlimmeres, weil auf gefährliche Substanzen zurückgegriffen wurde. Und dann war mit dem Training Schluss!

In diesem Zusammenhang fällt mir dann immer wieder eines meiner Lieblingssprichwörter ein.

„Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Oder wie es Warren Buffet ausgedrückt hat:

„Es ist ziemlich einfach, langsam wohlhabend zu werden. Aber es ist nicht leicht, schnell reich zu werden.“

Was aber nicht heißen soll, dass es ein Selbstläufer ist, wenn Sie sich Zeit lassen. Trotzdem ist es etwas mit dem Sie sich beschäftigen müssen.

Der nächste große Fehler ist gerade in unserer Gesellschaft sehr populär.

4. Keine Risiken eingehen

„Oh Aktien, sind die nicht gefährlich?“ Wenn wir heutzutage etwas machen, dann stellen sich die meisten Menschen erst einmal die Frage, ob es sicher ist und welche unserer Versicherungen einen möglichen Schaden übernimmt.

Es stellt sich kaum noch die Frage nach Ertrag und Risiko. Sobald die Anwesenheit von Risiko gespürt wird, ist das Projekt gestorben.

Es kommt nicht selten vor, dass bei der Betrachtung eines Depots, in dem 10 Werte drin sind, 9 davon satt im Plus, einige davon mehrere 100% und ein Wert 40% im Minus, der Anleger fragt, was denn mit dem Wert nicht stimmt.

Ich frage dann immer ganz gerne, ob es nicht sein kann, dass was mit ihm nicht stimmt – natürlich in einem freundlichen Ton.

Aber genau diese Situation trifft es ganz gut. Wir wollen die Sicherheit eines Sparbuches, aber die Performance eines Optionsschein-Depots. Beides geht nicht.

Napoleon Hill schreibt in seinem Buch dazu:

„Zuviel Vorsicht ist genauso schlecht wie grobe Fahrlässigkeit. Beides sind Extreme, vor denen man sich hüten sollte. Das Leben ist voller Chancen.“

Ich denke, dass kann man so stehen lassen.

Mein Trendfolge-System baut auf diesen Grundsätzen auf: Konkrete Ziele, Durchhaltevermögen, Geduld und kalkuliertes Risiko. Dadurch konnte ich für meine Leser innerhalb von 10 Jahren aus 30.000 € die stattliche Summe von eine Millionen Euro erwirtschaften. Und das in den drei Jahren der Finanzkrise.

Kennen Sie eine Altersvorsorge oder Geldanlage, die vergleichbares schafft? Also ich nicht!