Jetzt gibt’s was auf die Ohren! 

Jetzt gibt’s was auf die Ohren! 

Spotify und die Evolution der Musiknutzung

Keine Sorge – es geht in dem heutigen Blog-Beitrag nicht um körperliche Gewalt! Wenn ich schreibe „Jetzt gibt’s was auf die Ohren!“, dann meine ich das im besten Sinne. Denn Musik begleitet uns doch irgendwie durch alle Phasen unseres Lebens, oder?  

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber für mich war Musik schon immer ein treuer Begleiter: Ob auf Reisen, im Auto oder beim Sport – Anlässe, Musik zu hören gibt es unzählige! Früher bedeutete das: Kassetten umdrehen, Platten auflegen oder CDs wechseln. Heute reicht ein Fingertipp – und schon startet der Lieblingssong, ganz egal, wo man sich gerade befindet.

Streaminganbieter wie Spotify oder Apple Music machen uns Musikliebhabern das Leben leichter, indem sie uns einen digitalen Ort bieten, an dem man Zugriff auf alles hat, was man sich gerade „auf die Ohren“ geben möchte. In diesem Frühjahr feiert das in Schweden gegründete Unternehmen Spotify sein 20-jähriges Bestehen. Das möchte ich zum Anlass nehmen, um in diesem Blog-Beitrag einen Blick auf den Wandel der Musikindustrie zu werfen. Und natürlich erfahren Sie auch, was Sie als Anlegerinnen und Anleger daraus lernen können. Denn: Auch an der Börse geht es wie in der Musik um den richtigen Takt!   

Der Musikpreis „Grammy“ hat seinen Namen vom Grammophon. (Foto: privat)

Die Evolution der Musiknutzung

Der US-Musikpreis Grammy, der seit 1959 jedes Jahr von der Recording Academy vergeben wird, stellt – wie auf dem Foto zu sehen – eine Grammophonskulptur in goldglänzendem Design dar. Dieser Award ist der perfekte Reminder dafür, wie die Reise der Musikindustrie einst begann – nämlich ganz analog mit der Schellackplatte und dem Grammophon. Zu deren Entwicklung und Serienfertigung hat Ende des 19. Jahrhunderts der deutsch-amerikanische Erfinder und Industrielle Emil Berliner maßgeblich beigetragen. Und in den 1930-Jahren kamen dann erstmals jene Tonträger auf den Markt, die wir heute als Vinyl-Schallplatten kennen.

Die Schallplatte kam in den 1930er-Jahren groß raus. (Foto: privat)

Die Baby Boomer und GenX-Angehörigen unter Ihnen werden sich auch noch bestens an die Musikkassette erinnern, die ab 1970 neben der Schallplatte zu den meistgenutzten Audio-Medien gehörte. Und wer in den 1980er-Jahren etwas auf sich hielt, besaß als passendes Abspielgerät für seine Kassetten natürlich auch einen Walkman aus dem Hause Sony. 

Wer erinnert sich noch an die Musikkassette? (Foto: unsplash)

Aus analog wird digital

Ab Ende der 1990er-Jahre stand dann die Compact Disc – kurz CD – bei den Musikfreunden hoch im Kurs. Jede Generation von Musikliebhabern hatte ihr eigenes Format, eigene Gewohnheiten – und natürlich auch die dazugehörigen Geräte. Aber einen Haken gab es: Physische Medien waren teuer, anfällig für Kratzer und nahmen Platz weg. Die CD war zwar ein Durchbruch in Sachen Klangqualität, aber gleichzeitig auch ein Symbol für Musikkonsum mit Verfallsdatum. Haben Sie noch CDs aus den 90er-Jahren zuhause im Regal stehen? Dann probieren Sie mal, die noch abzuspielen! Wenn Sie überhaupt noch ein Gerät dafür haben, werden Sie bei diesem Test wahrscheinlich feststellen, dass die silberne Scheibe höchstens noch als Vogelschreck im Garten taugt.

Ein Abspielgerät der „Generation Compact Disc“. (Foto: unsplash) 

Ich gehe davon aus, dass viele von Ihnen vielleicht noch CDs besitzen, aber sie schon lange nicht mehr einsetzen, um damit Musik zu hören. Denn mit der Digitalisierung veränderte sich auch bei der Musiknutzung alles. Erst durch illegale Downloads (wer erinnert sich noch MP3s und an Napster?), dann durch legale Plattformen. Die Musikindustrie tat sich anfangs unglaublich schwer mit dem Wandel: Statt mitzugehen, versuchte sie, gegen den Strom zu schwimmen. Mit Klagen und Sperren. Das Ergebnis: Sie verlor nicht nur zig Millionen an Einnahmen, sondern gleichzeitig auch die Kontrolle über das Nutzerverhalten.

In meinen Kopfhörern steckt viel Geschichte

Heute ist Musikstreaming längst Standard. Plattformen wie Apple Music, Amazon Music, YouTube Music oder eben das am 23. April 2006 gegründete Unternehmen Spotify bieten uns unbegrenzten Zugang zu Musik, Podcasts oder Hörbüchern. Was für die Nutzenden einfach klingt, ist für Investoren ein Megatrend: Plattformökonomie, Abo-Modelle, Personalisierung durch Algorithmen.

Spotify hat dabei in den letzten 20 Jahren eine besondere Rolle eingenommen: Denn es war eines der ersten Unternehmen, das konsequent auf Musikstreaming setzte. Und so wurde es zu einem der Key Player im Streamingmarkt. Heute hat Spotify nach eigenen Angaben weltweit über 700 Millionen aktive Nutzer und mehr als 280 Millionen zahlende Premium-Abonnenten. Speziell für die gibt’s immer am Jahresende personalisierte Rückblicke – auch bekannt als Spotify Wrapped. Mein Spotify Wrapped 2025 hat mir ein musikalisches Alter von 81 (!) attestiert – offenbar höre ich mehr Sinatra als Sido. Oder wie Spotify es freundlich formulierte: „In deinen Kopfhörern steckt viel Geschichte.“

Wer von Ihnen kann mein musikalisches Alter toppen? (Foto: unsplash) 

Taylor Swift vs. Spotify

So sehr wir alle das Streaming schätzen – natürlich hat es auch seine Schattenseiten. Die Bezahlung der Künstler ist ein Dauerthema. Viele verdienen nur einen Bruchteil dessen, was früher mit Platten- oder CD-Verkäufen möglich war. Manche verweigern sich der Veröffentlichung ihrer Songs auf Spotify sogar ganz – auch aus politischen Gründen. Auch US-Superstar Taylor Swift hatte sich vor Jahren mal von der Plattform zurückgezogen, kehrte nach zweieinhalbjährigem „Spotify-Boykott“ aber 2017 wieder zurück. Im vergangenen Jahr belegte sie laut „Spotify Wrapped“ hinter Bad Bunny Platz 2 der meistgehörten Künstler weltweit und lag in Deutschland sogar auf Platz 1. An Taylor Swift führt halt kein Weg vorbei – und ebenso wenig an Spotify! Denn digitale Geschäftsmodelle skalieren, lernen und verbessern sich ständig. Die Gründer von Spotify haben früher als andere erkannt, dass nicht im Besitz von physischen Tonträgern, sondern im Zugang zur Musik die Zukunft liegt. Und bei Filmen, Serien oder Büchern sieht das nicht viel anders aus.  

Nicht im Besitz von Musik, sondern im Zugang zu Musik liegt die Zukunft! (Foto: pexels)

Nische, Hype oder echter Megatrend?

Spotify ist aus meiner Sicht ein Paradebeispiel dafür, wie man einen Megatrend früh erkennt, ihn konsequent verfolgt und so eine ganze Branche revolutioniert. Genau solche Unternehmen spüre ich durch meine Trendfolgestrategie auf. Und deshalb gehört Spotify für mich auf die Playlist eines zukunftsorientierten Depots. Zwar erlebt im Moment auch die gute alte Schallplatte ein Revival bei Musikfreunden. Und – kaum zu glauben, aber wahr – manche Bands bringen ihre Songs auch wieder auf Kassette raus. Aber deren analoger Charme allein reicht nicht aus, um daraus einen echten Megatrend zu machen. In meinen Börsendiensten zeige ich Ihnen genauer, wo die Musik spielt – und wie Sie den feinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen einem kurzfristigen Hype, einer Nische und einem echten Megatrend erkennen.

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

Michael Proffe ist bekannt aus

Post von Proffe

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