Is this a man’s world?

Is this a man’s world?

Ende letzten Jahres bekam ich Post von einer Abonnentin meines Einsteiger-Dienstes Proffes Newcomer.

Anne S. schrieb mir Folgendes:

Sehr geehrter Herr Proffe,

ich lese seit einiger Zeit aufmerksam Ihre Proffe News. Da im Corona-Jahr 2020 meine bisherigen Freizeitaktivitäten wie Reisen, Konzerte oder Museumsbesuche weggefallen sind, hatte ich viel freie Zeit zur Verfügung. Diese habe ich genutzt, um endlich mal in Themen einzusteigen, die schon lange auf meiner gedanklichen Agenda standen, für die aber vorher nie Zeit (oder Energie) da war. Das betrifft vor allem das Thema Geldanlage. Seit Jahresmitte beziehe ich nun Ihren Newcomer-Dienst und bin im Oktober mit eingestiegen, als das Newcomer Depot neu aufgelegt wurde. Seitdem bin ich stolze Anlegerin.
 😊

Ich möchte Ihnen zum Jahresende danken, dass ich es mit Ihrer Hilfe in diesem verrückten Jahr endlich geschafft habe, meine ersten Schritte auf dem Börsenparkett zu wagen.

Einen winzigen Kritikpunkt muss ich allerdings auch loswerden: Ich wünsche mir, dass Sie in Ihren Proffe News auch die weibliche Sicht auf Anlagethemen beleuchten. Denn leider ist das Thema Geldanlage nach wie vor sehr männerdominiert – und das sollte sich meiner Meinung nach dringend ändern! Ich würde mir wünschen, dass Frauen sich viel mehr mit Börse und Finanzen befassen und realisieren, dass der Einstieg mit Ihren Diensten eigentlich ein Kinderspiel ist.

Herzliche Grüße und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr,

Ihre Anne S.   

Nun, was soll ich sagen? Frau S. hat vollkommen Recht mit dem, was sie da schreibt. Auch ich bin der Meinung, dass es viel mehr weibliche Anlegerinnen geben sollte. Allerdings fällt es mir als Mann einigermaßen schwer, das Thema Geldanlage aus Frauensicht zu betrachten. Also habe ich einfach Anne S. gebeten, für meine Leser der „Proffe News“ etwas dazu zu schreiben.

Et voilà – hier kommt die Geschichte der Neu-Anlegerin Anne S.!    

Der Sprung in die Selbstständigkeit

Das Jahr 2020 hat für mich nicht nur wegen Corona einige Veränderungen mit sich gebracht. 2020 war für mich nämlich auch das Jahr, in dem ich mich nach über 20 Jahren als Angestellte selbständig gemacht habe. Bereits im Jahr zuvor hatte ich diesen Beschluss gefasst.

Meine Gründung erfolgte mehr oder weniger zeitgleich mit dem ersten Lockdown im März. Das hätte ein böses Omen werden können, wurde es aber nicht. Zum Glück ist meine Geschäftsidee „krisenresistent“ und durch gute Kontakte aus meiner vorherigen Tätigkeit hatte ich auch gleich im März die ersten Aufträge an Land gezogen. Mein erstes Geschäftsjahr als Freiberuflerin habe ich nun fast hinter mich gebracht und ich kann sagen, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich bin froh, dass ich mich nach langem Hin und Her endlich getraut habe, im Job „mein eigenes Ding“ zu machen.   

Stolze Gründerin und stolze Anlegerin

Fast noch mehr freue ich mich aber interessanterweise darüber, dass ich seit letztem Herbst ein eigenes Aktiendepot besitze. In den letzten Monaten habe ich mich öfter gefragt, warum mich gerade das so stolz macht. Es fühlt sich fast ein bisschen so an, als sei ich erst jetzt „richtig“ erwachsen.

Bei meiner Gründung war ich mir ziemlich sicher, dass mein Konzept funktioniert und der Businessplan aufgeht. Ich hatte mehr als 20 Jahre Erfahrung in meiner Branche gesammelt und wusste, dass ich von meinem Geschäft etwas verstehe. Beim Thema Geldanlage war das keineswegs so. Ganz offensichtlich hatte ich mir das bisher nie zugetraut…   

Beste Voraussetzungen

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, finde ich das sehr erstaunlich. Denn ich bringe eigentlich ziemlich gute Voraussetzungen für das Thema Finanzen mit. Ich habe ein BWL-Studium erfolgreich absolviert, war mehr als 15 Jahre angestellte Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens und würde auch von mir behaupten, dass ich im Privaten einen ziemlich guten Überblick über meine finanzielle Situation und über meine Altersvorsorge habe. Aber Aktien waren hier lange kein Thema.  

Auch an Rollenvorbildern mangelt es mir eigentlich nicht. Denn in meiner Familie waren es immer eher die Frauen, die beim Thema Finanzen das Sagen hatten. Hinzu kommt, dass ich in anderen Lebensbereichen, sei es im Job oder privat, durchaus in der Lage bin, selbst Entscheidungen zu treffen. Und ich bin ein Mensch, der Freiheit und Unabhängigkeit sucht. Was hat also gefehlt?  

Woran fehlt es?

Ich denke, in meinem Fall hat ein Mix aus fehlendem Wissen und unzureichendem Selbstvertrauen es lange Zeit verhindert, dass ich mich mit dem Thema Börse intensiver auseinandersetze. Das Interesse war immer da. Aber es fehlten konkrete Berührungspunkte. Und ein wenig mehr Finanzwissen hätte sicher auch nicht geschadet. Geldthemen werden zwischen Frauen selten diskutiert. Ich habe es zum Beispiel noch nie erlebt, dass Frauen sich auf einer Party über ihre Aktiendepots unterhalten.  

Schade eigentlich. Denn die Beschäftigung mit Anlagethemen kann richtig Spaß machen. Das ist eine der großen Erkenntnisse, die das Corona-Jahr 2020 mir beschert hat. So verrückt wie dieses Jahr auch war – ich bin dankbar, dass es mir die Zeit geschenkt hat, mich mit dem Thema Geldanlage zu befassen. Und ich wünsche allen Leserinnen der „Proffe News“, dass sie nicht bis zur nächsten Pandemie warten, bis sie ihr eigenes Depot einrichten.

Also, liebe Leserinnen der Proffe News – Sie sind gefragt! Gibt es unter uns noch weitere solcher eindrucksvollen Geschichten von Frauen? Möchten Sie Ihre Erfahrungen zum Thema Geldanlage mit uns teilen? Dann schreiben Sie mir an [email protected]

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

Post von Proffe

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