Die 4 größten Investoren der Welt – und was Sie von ihnen lernen können

Michael Proffe
Michael Proffe
Michel Proffe „lebt“ seit über 30 Jahren Börse und hilft seinen zahlreichen Lesern, ihr Vermögen zu mehren. Bekannt aus ntv und Der Aktionär TV. Mehr »

Wer sich mit den Themen Aktien, Geldanlage und Altersvorsorge auseinandersetzt, sucht zwangsläufig nach gutem Rat. Was liegt da näher, als die Grundsätze der vier größten Investoren der Welt genauer unter die Lupe zu nehmen:

1. Benjamin Graham: Unterbewertete Unternehmen finden!

Benjamin Graham

Benjamin Graham gilt als der Urvater der Aktienanalyse. Vieles von dem, was heute die erfolgreichsten Investoren machen, beruht auf den Überlegungen von Benjamin Graham. Auch das, was Warren Buffett macht.

Seine Idee dabei besteht darin, dass der Investor den „inneren“ Wert des Unternehmens bestimmt.

Somit kann er eben auch bestimmen, ob der aktuelle Aktienkurs unterhalb, genau auf oder über dem Wert des Unternehmens liegt. Hierin besteht die grundlegende Idee des Value Ansatzes. Liegt der Wert des Unternehmens über dem Kurs der Aktie, so ist die Aktie ein Kauf. Fällt der Wert des Unternehmens unter den Aktienkurs, so ist die Aktie ein Verkauf.

Im Grunde genommen geht es um die Suche nach unterbewerteten Unternehmen, die eine gute wirtschaftliche Perspektive haben. Also ein sehr gutes Geschäftsmodell mit nicht einfach kopierbaren Wettbewerbsvorteilen.

2. Warren Buffet: Langfristig investieren!

Warren Buffet

Warren Buffet wurde am 30. August 1930 in Omaha in den USA geboren. Sein Vater war Broker und so wurde ihm der Bezug zur Finanzwelt quasi in die Wiege gelegt. Sein erstes Geld verdiente Buffet allerdings im Handel.

Im Alter von sechs Jahren kaufte er Sechserpacks Coca Cola für 25 Cent und verkaufte die Flaschen einzeln für 5 Cent. Die ersten Aktien kaufte und verkaufte er im Unternehmen seines Vaters.

Sein Grundsatz: Langfristige Investition über Jahre und Jahrzehnte hinweg.

Damit hat er fast alleine durch den Aktienhandel zum viertreichsten Mann der Welt geschafft.

3. Georg Soros: Riskiere was!

Georg Soros

Georg Soros ist wohl einer der risikobereitesten Investoren überhaupt.

„Es ist sicherer, etwas zu riskieren, als passiv zu sein.“

Seiner Meinung nach verhalten sich die Märkte in bestimmten Phasen irrational. Er geht davon aus, dass die Märkte in solchen Phasen von Regierungen und Notenbanken gegen den wirtschaftlichen Trend gesteuert werden. Weiter geht er davon aus, dass sich aber der natürliche Trend auf Dauer durchsetzen wird. Somit wettet er gegen den von Regierungen und Notenbanken forcierten Trend.

Berühmt geworden ist er mit der oben genannten „Sprengung“ der Bank von England. Soros war Anfang der 90er Jahre der Meinung, dass das Englische Pfund überbewertet sei. Er lieh sich massiv diese Währung und tauschte sie gegeben die Deutsche Mark und den Französischen Franc. Das Resultat war rund eine Milliarde Gewinn und dass das Englische Pfund damit in die Knie gezwungen wurde.

4. Peter Lynch: Das Unternehmen und dessen Führung sind ausschlaggebend!

Peter Lynch

Peter Lynch gilt als der erfolgreichste Fondmanager aller Zeiten.

So investiert Lynch hauptsächlich in Unternehmen, die einfache Konsumgüter repräsentieren. Produkte, die jedermann nachvollziehen kann und die fast jeder gebrauchen kann.

Für Lynch ist die Entwicklung des Gesamtmarktes vollkommen uninteressant. Für ihn ist nur das einzelne Unternehmen wichtig. Daher investiert er auch in jeder noch so schwierigen Marktlage.

Dabei konzentriert er sich auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens. Schwache Bilanzen sind für Lynch der Beginn von fallenden Kursen. Das Vermögen des Unternehmens sollte deutlich höher sein als die Verschuldung. Für Investitionen in der Zukunft soll ein hoher Cash Flow vorhanden sein.