Das Gegenteil von gut ist gut gemeint oder: Vom Einfluss des Umfelds

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint oder: Vom Einfluss des Umfelds

Negativzinsen sind keine gute Option

Kommen wir gleich zur Sache: Wir Deutschen sind ja auch beim Thema Geldanlage eher konservativ aufgestellt. Und Bedenkenträger, die uns von der vermeintlich riskanten Anlage in Aktien abraten, kennt sicherlich jeder von uns aus seinem persönlichen Umfeld.

Aber größere Geldbeträge auf seinem Girokonto zu belassen, ist heutzutage definitiv keine gute Wahl. Denn inzwischen werden Strafzinsen bei immer mehr Banken zum Standard. Eine aktuelle Studie eines Vergleichsportals ergab, dass in Deutschland inzwischen von fast 350 Banken Negativzinsen erhoben werden. Und auch für Tagesgeldkonten, die üblicherweise kostenfrei sein sollen, werden inzwischen immerhin schon bei 20 Instituten Gebühren verlangt:

Negativzinsen bei fast 350 Banken (Quelle: statista.de)

Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend noch verstärken wird. Denn die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sieht vor, dass Geschäftsbanken, die dort überschüssige Gelder einlagern, derzeit 0,5 Prozent Zinsen auf das deponierte Geld zahlen müssen. Und diese Kosten geben die Banken in Form der Strafzinsen direkt weiter an ihre Kunden.

Welche Alternativen gibt es noch, wenn man größere Geldbeträge zur Verfügung hat?

Was sind die Alternativen?

Früher galt das Sparbuch als verlässliche und solide Methode, sein Geld anzulegen. Klar konnte man da keine sensationellen Renditen erwarten, aber das Geld war sicher und ohne Risiko angelegt; und über die Zeit kam mit Zinsen und Zinseszinsen doch ein ansehnliches Sümmchen zusammen. Diese Zeiten sind vorbei. Die Zinsen sind mittlerweile so niedrig, dass der Ertrag auf dem Sparbuch durch die Inflation sofort wieder aufgefressen wird.

Das Sparschwein eignet sich zu Geldanlage ebenso wenig wie das Sparbuch. (Foto: unsplash)

Kommen wir zum Thema Immobilien. Auch das ist eine Möglichkeit, sein Kapital zu vermehren, zumindest dann, wenn man eine wirklich große Summe zur Verfügung hat und die Immobilie vermieten kann, um Einnahmen damit zu erzielen. Doch auch diese Strategie hat ihre Tücken. Die Preise für Immobilien sind in den letzten Jahren bekanntlich explodiert, was zur Folge haben kann, dass die Blase irgendwann in naher Zukunft platzt.

Hinzu kommt, dass man bei dieser Form der Anlage einen sehr großen Teil seines Vermögens in ein einzelnes Objekt steckt – man spricht dann von einem Klumpenrisiko. Ich hingegen rate immer dazu, dass man sein Geld möglichst breit streut.     

Es stellt sich also weiterhin die Frage: Was tun, wenn man eine größere Summe Geld zur Verfügung hat und dieses nutzen möchte, um seinen Ruhestand solide abzusichern und finanziell unabhängig zu werden? Außer der Geldanlage an der Börse fällt mir da ehrlich gesagt keine verlässliche und sinnvolle Alternative ein. Und trotzdem gibt es immer wieder Menschen in unserem Umfeld, die versuchen, uns vor den Gefahren dieser vermeintlich riskanten Form der Geldanlage zu warnen. Aber warum ist das eigentlich so? Und was kann man dagegen tun?   

Die gut gemeinten Ratschläge

Bei einer bereits im Jahr 2019 vom Digitalverband Bitkom durchgeführten Umfrage kam heraus, dass eine klare Mehrheit von 94 Prozent in Finanzdingen wie Geldanlage oder Versicherungen auf den Rat von Freunden und Familie hört. Das ist auch nachvollziehbar, denn schließlich geht es dabei meist um wichtige Entscheidungen mit langfristigen Folgen. Und in solchen Fällen hören wir nun mal gerne auf den Rat von Personen, denen wir vertrauen.

Wenn der Vater mit dem Sohne – in Finanzfragen vertrauen wir gerne auf den Rat der Familie. (Foto: unsplash)

Vertrauen ist an sich eine gute Sache. Der Haken ist aber: In den seltensten Fällen sind diese Finanzratgeber aus dem privaten Umfeld auch tatsächliche Experten auf dem Gebiet der Geldanlage. Und leider hat nach wie vor die Mehrheit der Deutschen auch eine ziemlich falsche Vorstellung davon, welches Wissen man überhaupt benötigt, um an der Börse erfolgreich zu agieren.

In Studien dazu wurde zum Beispiel erforscht, wie Finanzentscheidungen von Gefühlen und eigenen Erfahrungen beeinflusst werden. Heraus kam unter anderem, dass Menschen, die selbst nicht mit Aktien handeln, das benötigte Börsenwissen massiv überschätzen und in der Regel auch nicht wissen, dass man das Risiko mit einer breiten Streuung deutlich reduzieren kann.

Hinzu kommt, dass bei der Einschätzung des Risikos der Anlagehorizont meist komplett ignoriert wird. Die wenigsten Menschen wissen, dass sich die Verlustwahrscheinlichkeit einer Aktieninvestition über einen längeren Zeitraum deutlich reduziert.   

Keine Panik vor der Börse!

Übrigens ist dieses Wissen über den für eine Aktienanlage sprechenden Aspekt des zeitlichen Horizonts nicht nur bei den Nicht-Investierten, sondern auch bei Anlegern nicht sehr verbreitet. Auch dies ist ein interessantes Ergebnis der Studien zur Aktienkultur in Deutschland. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass Sie als Leser dieses Blogs und Kenner meiner Börsendienste über diesen Aspekt bestens Bescheid wissen, denn das ist ja gewissermaßen Kern meiner Trendfolgestrategie.

Kommen wir aber noch mal kurz zurück zum Thema Risiko. Auch hierbei ist es nicht ganz unproblematisch, wenn wir uns auf den gut gemeinten Rat von Freunden und Familienmitgliedern verlassen. Das hängt damit zusammen, dass jeder Mensch über eine ganz individuelle Risikoneigung verfügt. Was der eine als hochriskant und gefährlich einschätzt, ist für den anderen möglicherweise sogar ein Ansporn. Von daher empfiehlt es sich, dass Sie sich zunächst mal Ihre eigene Einstellung zum Thema Risiko klar machen. Dazu gibt es online sogar psychologische Tests zur Selbsteinschätzung. Wenn dieser erste Schritt gemacht ist, fällt es Ihnen auch garantiert leichter, die Warnungen und Befürchtungen aus Ihrem Umfeld richtig einzuordnen.

Keine Panik! An der Börse ist es nützlich, sich selbst und seine Einstellung zum Risiko gut zu kennen. (Foto: unsplash)

Und vor allem hilft Ihnen die Kenntnis Ihres persönlichen Risikotyps auch dabei, mit Kursschwankungen an der Börse besser klarzukommen. Denn da will ich Ihnen gar nichts vormachen: Es kann durchaus passieren, dass Sie es als Neueinsteiger gleich als Erstes erleben, dass der Kurs der gerade erworbenen Wertpapiere zunächst mal fällt.

Aber das braucht Sie nicht in Panik zu versetzen. Denn einerseits haben Sie auf der Grundlage Ihrer individuellen Risikobereitschaft investiert, und andererseits wissen Sie durch die Lektüre meiner Börsendienste, dass die meisten Unternehmen langfristig kontinuierlich enorme Gewinne erwirtschaften und dass man sich als Anleger an solchen Gewinnen mit Aktien beteiligen kann.  

Insofern besteht überhaupt kein Grund zur Panik an der Börse. Und anders als die Ratschläge von Freunden und Familie sind die Tipps in meinen Börsendiensten nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

Post von Proffe

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