Wer kauft eigentlich Aktien?

Wer kauft eigentlich Aktien?

Nicht nur Anleger: Auch Unternehmen kaufen Aktien

Natürlich Privatanleger, aber auch Unternehmen und institutionelle Investoren wie beispielsweise Versicherungen oder Fonds.

So weit, so gut. Doch manchmal kaufen Aktiengesellschaften ihre eigenen Aktien zurück.

Tech-Riese Apple hat das schon des Öfteren getan. Dabei reden wir nicht von Kleingeld. Der Konzern hat allein in den vergangenen Jahren eigene Aktien im zweistelligen Milliardenbetrag zurückgekauft.

Auch andere große Namen wie Meta und Amazon haben in der Vergangenheit eigene Aktien gekauft.

In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie, wie ein solcher Rückkauf funktioniert, warum es dazu kommt und welche Auswirkungen er auf Sie als Aktionär haben kann.

In normalen wie auch in Krisen-Zeiten kann eine Aktiengesellschaft ihre eigenen Aktien zurückkaufen (Quelle: Adobe Stock)

Wie kaufen Unternehmen ihre eigenen Aktien zurück?

Bei der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft dürfen die Aktionäre unter anderem über die Höhe der Dividende mitentscheiden. Mitunter wird auch über ein Rückkaufprogramm abgestimmt. In Deutschland darf eine Aktiengesellschaft bis zu zehn Prozent ihres Grundkapitals zurückkaufen, sofern ihre Aktionäre dem Vorschlag zustimmen. In den USA hingegen ist nur das Volumen limitiert, das an einem Tag zurückgekauft werden darf.

Sobald die Aktionäre einem Rückkaufprogramm zugestimmt haben, kann die Aktiengesellschaft ihre Aktien entweder direkt an der Börse kaufen oder ihren Aktionären ein entsprechendes Angebot unterbreiten. Bei einem solchen öffentlichen Angebot profitieren die Anteilseigner in der Regel von einem Preisaufschlag.

Dass eine Aktiengesellschaft als Käuferin ihrer eigenen Aktien in Erscheinung tritt, kann in ganz normalen Zeiten, aber auch in Krisen geschehen. So folgten auf den „Schwarzen Montag“ im Oktober 1987 und auf die Marktturbulenzen nach dem 11. September 2001 eine Reihe von Rückkäufen. Offenbar nutzten die Unternehmen die von Panik getriebenen Verkäufe vieler Anleger geschickt für ihre Zwecke aus.

Warum kauft ein Unternehmen seine Aktien zurück?

Wenn eine Aktiengesellschaft beschließt, ihre eigenen Aktien zurückzukaufen, hat das meist einen der folgenden Gründe:

  • Das Unternehmen fürchtet eine „feindliche Übernahme“ und möchte diese verhindern. Möglicherweise hat der Konzern bemerkt, dass ein Wettbewerber damit begonnen hat, gezielt (und verdeckt) Aktien zu kaufen, um langfristig ein Mehrheitsaktionär zu werden.
  • Die Aktiengesellschaft ist selbst darauf aus, ein anderes Unternehmen zu kaufen. Eigene Aktien können dabei zu einem Zahlungs- oder Tauschmittel werden.
  • Das Unternehmen will die zurückgekauften Anteile an seine Mitarbeitenden geben. Häufig profitieren Führungskräfte im Rahmen ihrer Bonuszahlungen davon.
  • Möglicherweise soll auch nur die Kapitalstruktur optimiert und freies Kapital gut angelegt werden. Von außen wird dieses Argument häufig als wenig kreativ kritisiert. Anstatt in die Zukunft zu investieren, werden eigene Aktien gekauft. Allerdings können Unternehmen sehr wohl beides tun.
  • Zu guter Letzt kann der Kauf der Aktien auch den Aktienkurs strategisch beeinflussen. Dieser steigt üblicherweise an, da die Nachfrage nach den Wertpapieren steigt.

Von Apple bis Nvidia: Viele Unternehmen kaufen ihre Aktien zurück

Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2025 hatten die großen US-Konzerne – die zusammen den S&P 500 Index darstellen – für gigantische 528 Milliarden US-Dollar eigene Aktien zurückgekauft.

Auch Apple kauft bereits seit über zehn Jahren Aktien zurück. Im Jahr 2025 genehmigte der Aufsichtsrat ein zusätzliches Programm zum Aktienrückkauf. Dieses hatte ein Volumen von rund 100 Milliarden US-Dollar. Auch für das Jahr 2026 werden weitere Rückkäufe erwartet.

Neben dem besonders fleißigen Rückkäufer Apple nutzen auch weitere Unternehmen das Instrument des Aktienrückkaufs. So hat Broadcom im vergangenen Jahr Aktien im Wert von zehn Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Nvidia kündigte im September 2025 ein neues Programm an, um für rund 50 Milliarden US-Dollar Anteile zurückzukaufen. Auch Meta hat erneut Pläne zum Rückkauf von Aktien verkündet.

Viele große Unternehmen wie Nvidia, Apple, Amazon oder Meta kaufen ihre eigenen Aktien zurück (Quelle: Nvidia)

Profitieren wir als Investoren von Rückkäufen unserer Trendfolger?

Als Aktionäre können wir von Aktienrückkäufen tatsächlich langfristig profitieren.

Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft und einzieht, verringert sich die Zahl der Aktien am Markt, was unseren prozentualen Anteil am Unternehmen ohne zusätzliche Investitionen erhöht.

Außerdem treiben regelmäßige Rückkäufe oftmals den Aktienkurs an. Auch in schwächeren Marktphasen kann man erkennen, dass sich Rückkäufe stabilisierend auf den Kurs auswirken, da das Unternehmen selbst als verlässlicher Käufer auftritt.

Machen Sie es doch auch so wie unsere Trendfolge-Unternehmen. Nutzen Sie schwache Phasen und kaufen in Krisenzeiten nach. Seien Sie mutig, denn die letzten 40 Jahre an den Börsen dieser Welt haben mich gelehrt, dass gerade nach Krisen eine Dynamik einsetzt, welche die Kurse von Trendfolge-Unternehmen förmlich explodieren lässt. Keiner kann uns sagen, wann eine Krise exakt endet. Daher ist es wichtig, bereits investiert zu sein und zu bleiben, um den Start der Erholungsrallye nicht zu verpassen.

Trendfolgeexperte Michael Proffe
Seit über 30 Jahren hat sich Michael Proffe überaus erfolgreich der Trendfolge verschrieben. Manche bezeichnen ihn sogar als „Mr. Trendfolge“. Bundesweit bekannt – und darüber hinaus – wurde er, weil er es mit drei seiner Börsendienste geschafft habe, in einigen Jahren mit einem Startkapital von 30.000  die unglaubliche Summe von einer Million zu erwirtschaften – dank seiner Trendfolgestrategie.

Michael Proffe ist bekannt aus

Post von Proffe

Die wöchentlichen „Proffe News“ mit Unternehmensanalysen, Michael Proffes Markteinschätzungen und Hintergrundwissen für Ihre Geldanlage – jetzt E-Mail-Adresse eintragen und anmelden und zusätzlich den Spezialreport „5 Rund-um-Sorglos-Aktien für Ihren nachhaltigen Vermögensaufbau 2026“ kostenlos sichern!

Kostenlos, ohne Verpflichtung, 100% echtes Börsen-Wissen
Datenschutz