Trendfolge im Sport: Wie Sie von Adidas und Nike profitieren

9.7.2014

 

„Ohne Worte“ – so titelte Deutschlands größte Boulevardzeitung heute Morgen.

Wenn das Blatt mit den vier großen Buchstaben keine Worte hat, dann muss etwas Außergewöhnliches geschehen
sein.

Und das ist es auch. 1:7 stand es nach 90 Minuten und der Gastgeber der Fußball Weltmeisterschaft war
ausgeschieden.

Zur Halbzeit stand es 0:5 und das war die höchste Halbzeitführung einer deutschen Mannschaft bei einer WM
und der zweithöchste Sieg bei einer WM. Und das in einem Halbfinale gegen die Gastgeber. Den höchsten Sieg
gab es übrigens 2002 in der Vorrunde gegen Saudi Arabien, das war damals ein 8:0.

Aber zwei Rekorde gibt es noch zu verzeichnen:

Gestern fielen die meisten Tore in der kürzesten Zeit, nämlich 4 Tore in 6 Minuten und dann natürlich der
ewige Miro. Er hat nun den alleinigen Rekord mit 16 Toren bei Weltmeisterschaften.

Der Jubel nach Abpfiff hielt sich in Grenzen. Auf der einen Seite, so konnte man nach dem Spiel hören, war
es kein knappes Spiel und der Schlusspfiff nicht die Erlösung wie in den anderen knappen Spielen. Auf der
anderen Seite hat man der Mannschaft angemerkt, dass sie noch nicht am Ziel ist und dass noch ein Sieg
fehlt. Ein Sieg mit der die „goldene Generation“ das vollendet, was sie 2006 in Deutschland begonnen
hat.

Traurige Brasilianer

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ganz Brasilien ist in Trauer. Der große Traum ist nun vorbei – Weltmeister
im eigenen Land. Viele Nationen träumen davon, auch die deutsche hat das getan. 2006 hat es „nur“ für einen
dritten Platz gereicht und so wird es wohl auch in diesem Jahr für die Brasilianer ausgehen.

Aber was passiert eigentlich, wenn es vorbei ist? Wenn das Flutlicht zum letzten Mal ausgeht. Wenn ein
Spieler seine Karriere beendet. Wenn es plötzlich ruhig wird um einen und wenn das, was man am besten kann,
plötzlich keine Rolle mehr spielt.

Einige der Spieler beehren uns ja weiter. Oliver Kahn, Mehmet Scholl oder Giovane Elber sind Co-Moderatoren
bei Fußballgroßereignissen wie der WM. Aber was geschieht mit all den anderen?

Na ja, werden Sie jetzt sagen, was soll schon mit denen passieren. Sie baden in Geld und bereisen mit ihren
Modelfreundinnen die Welt.

Das ist wohl das Bild, was wir von den ehemaligen Fußballprofis haben. Das mag auch sicherlich auf einige
ganz wenige zutreffen, aber es ist nicht die Regel. Wenn ein Toni Kross den Verein wechselt, weil ihm vier,
fünf oder sechs Millionen Euro im Jahr zu wenig sind, dann ist das wohl die Kategorie von Spielern, um die
wir uns keine Gedanken machen müssen.

Wenn man dann nach der Karriere nicht vollkommen durchdreht, sollten diese Spieler wohl fürs Alter
ausgesorgt haben. Also so denken wir zumindest oder?

Man glaubt es nicht, aber es ist alles anders!

Nach einer Studie von „Xpro“ ist das aber anders.

„Xpro“, und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, ist eine Wohltätigkeitsstiftung für ehemalige
Fußballprofis in Großbritannien und Irland.

Eine Wohltätigkeitsstiftung für ehemalige Fußballprofis? Wirklich unfassbar, was es alles gibt, aber
eigentlich noch unfassbarer, dass es sowas geben muss.

Die Studie von 2013 besagt, dass die Mehrzahl der Fußballprofis während ihrer Laufbahn nicht in der Lage
sind, genügend Rücklagen für das Alter zu bilden.

Bereits fünf Jahre nach dem Ende ihrer Laufbahn sind die meisten Spieler mittellos. Und wir sprechen hier
von einem durchschnittlichen Einkommen von 1,7 Millionen Euro im Jahr. Das ist schon irre oder?

Was sind die Gründe dafür? Die „Xpro“ macht einen ausschweifenden Lebensstil, aber auch schlechte Beratung
und fehlenden Weitblick dafür verantwortlich.

Der Ausspruch, der zu dieser Situation wohl am besten passt, ist der vom nordirischen Weltklasse
Fußballprofi George Best, der von 1963 bis 1974 bei Manchester United spielte.

„Die Hälfte meines Geldes habe ich für Frauen, Alkohol und schnelle Autos ausgegeben, die andere Hälfte habe
ich sinnlos verprasst.“

Ich denke, treffender kann man die Situation nicht darstellen. Nun ist es ja nicht so, dass alle Fußballer
so wie George Best mit ihrem Geld umgehen. Aber offensichtlich gibt es ein Problem, was die Fußballer nicht
lösen können, sonst würden nicht deutlich über die Hälfte von ihnen nach exorbitanten Verdiensten an der
Armutsgrenze leben.

Na ja, könnte man jetzt sagen, die englischen Fußballer sind halt schon ganz spezielle Gesellen. Das ist
eine Ausnahmesituation, in Deutschland ist das natürlich alles ganz anders.

Ist es?

Nein, ist es nicht. Nach einer Studie der VDV (Spielergewerkschaft) in Kooperation mit der Uni Koblenz sind
die meisten Spieler nach ihrer Karriere nicht finanziell abgesichert. Und das, obwohl auch hier
Spielergehälter von über 500.000 € im Jahr gezahlt werden.

Viele Profis verlassen sich darauf, dass sie weiter im Fußballbusiness arbeiten können. Die Stellen dort
sind aber begrenzt. Der Druck durch nachrückende, immer besser ausgebildete Spieler ist sehr hoch, gerade
auf die älteren Spieler.

75 % der Spieler sind ohne berufliche Qualifikation und 25 % sind dauerhalft arbeitslos.

Es sind nur 10 % der Spieler, die finanziell ausgesorgt haben.

Nur 10 %! Dabei haben die Spieler doch alle Voraussetzungen, die man benötigt, um auch finanziell
erfolgreich zu sein. Um die Spieler herum werden Unsummen an Geld umgesetzt. Die Spieler sind Bestandteil
eines Megatrends.

Die Sportbranche boomt und nicht zuletzt aufgrund der Leistungen der einzelnen Spieler.

Ein Blick auf das eigene Trikot würde schon reichen. Ob Adidas oder Nike, beides sind Megatrendfolger. Ein
Investment in die beiden Firmen alleine würde schon genügen, um für das Alter vorzusorgen.

Zur Erinnerung ein kurzer Blick auf die Nike:

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2.200 % seit 1993, das ist doch schon mal ein Wort.

Angenommen, ein Spieler investiert, nur mal als Rechenbeispiel, ein halbes Jahresgehalt mit 250.000 Euro in
die Nike. Das sind heute 5,75 Millionen Euro.

Das gleiche macht er mit der Adidas, die stieg 900% seit 1996. Daraus ergeben sich weitere 2,5 Millionen
Euro, das macht in der Summe 8,25 Millionen Euro.

Damit wäre wahrscheinlich selbst ein George Best klargekommen, abzüglich der Ausgaben für Frauen, Alkohol
und schnelle Autos.

Adidas macht 900% seit 1996.

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Natürlich investiert man nicht nur in zwei Unternehmen. Aber das ist immer noch viel besser, als sein Geld
in irgendwelche Bauherrenmodelle zu stecken, mit denen viele Fußballer sehr viel Geld verloren haben.

Immobilien sind eine sichere Anlage! Ja? Wirklich? Fragen Sie mal in den USA nach und schauen Sie sich an,
wie sich die Immobilienpreise seit 2007 entwickelt haben. Sie erinnern sich? Da war doch was…

Gegen ein Haus oder eine eigene Wohnung ist natürlich nichts einzuwenden, aber als Investment, da muss man
die gleichen Renditemaßstäbe ansetzen, wie sonst auch und da schneiden Immobilien eben nicht so gut ab, wie
man immer glaubt.

Immer mehr Geld fließt in den Sport

Zurück zu unseren Fußballern. Neben Nike und Adidas gibt es noch viele weitere Megatrends, mit denen sie
direkt in Berührung kommen. Sei es im direkten Umfeld oder auch durch Werbeverträge.

Das Sportsponsoring nimmt weltweit immer mehr zu. Es fließt immer mehr Geld durch Firmen, die sich mit den
Erfolgen des Sports schmücken, in die Kassen der Vereine.

Da ist doch der Weg nicht weit, wenn sich die Sportler wiederum an den Gewinnen der Unternehmen
beteiligen.

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Die Trendfolge gibt den Spielern von damals und heute genügend Möglichkeiten, um ein Leben nach dem Sport zu
realisieren.

Und eine gute Nachricht habe ich auch für Sie. Es ist egal, wie gut Sie Freistöße schießen und auch egal, wie
gut Sie Dribbeln können. Kopfbälle, defensives Verhalten und Drang nach vorne, alles egal: In der Trendfolge
haben Sie die gleichen Möglichkeiten, wie unsere Nationalspieler und die Spieler in den Topligen dieser
Welt.

Nutzen Sie diese, denn es gibt auch für Sie ein Leben nach dem Arbeitsleben und darauf sollten Sie
vorbereitet sein.