Leben nach der Profi-Karriere – Vorsorge durch Trendfolge-Aktien

Stand 10.10.2013

Das Problem von Profifußballern nach ihrer Karriere hat Oliver Kahn vor kurzem in einem Vortrag an der Bayerischer Akademie für Werbung und Marketing angesprochen.

 

Niemand kümmert sich um die Sportler

Dabei sind diejenigen, die eine große Karriere hinter sich haben, noch ganz gut dran. Häufig vergisst man, dass die meisten Fußballer, die aus dem aktiven Leistungssport austreten, eben keine Multimillionäre sind, sondern in das normale Leben integriert werden müssen.

Es gibt aber auch viele Gründe, warum Karrieren scheitern können und die jungen Menschen, die alles auf die Karte „Profifußball“ setzen, plötzlich ohne Perspektive dastehen.

Aber welche Möglichkeiten hat denn jemand, der sich für solch einen absoluten Weg entscheidet?

 

Was würden Sie einem solchen Teenager raten?

Die Karrieren der Spieler beginnen meist schon im frühen Kindesalter. Zwar wissen weder der Spieler noch die Eltern von dem bevorstehenden Abenteuer, aber früh kommen die Kinder in Kontakt mit dem, was später noch eine große Rolle spielen wird.

Da müssen Entscheidungen gefällt werden wie: Mit welchen Fußballschuhen soll der Kleine spielen? Zwar können die meisten noch nicht lesen, wenn die ersten Schritte auf dem Fußballplatz gelaufen werden, aber täuschen Sie sich nicht, der Kleine weiß genau, mit welchen Schuhen Messi, Ronaldo und Ribery spielen. Und je nach Vorbild, sollen es dann natürlich genau diese auch schon sein.

Klar, ein paar Nummern kleiner und vielleicht auch noch nicht das Modell mit den richtigen Stollen, aber zumindest Marke und Farbe müssen schon stimmen.

Und die Sporttasche sollte dann schon auch zu den Schuhen passen.

Der kleine Spieler durchläuft die Jungendmannschaften und gehört bald zum Auswahlkader. Fußballspielen ist immer noch der Lebensmittelpunkt. Nun kommen die ersten Berater und Scouts der größeren Fußballclubs. 

 

Das erste Geld wird geboten und der erste Wechsel zu einem großen Verein steht an. 

Die Karriere verläuft soweit reibungslos und verletzungsfrei. 
Nach weiteren drei Jahren warten dann die ersten Werbeverträge auf den nun mittlerweile jungen Mann. Das gut verdiente Geld wird angelegt, aber in was? Hier kommen dann die ersten größeren Probleme. Wohin mit dem Geld, nicht dass es schon so viel wäre, aber irgendwas muss man ja damit machen.

Hier helfen dann meist die Berater, das Geld wird in fremde Hände gegeben und selbst wenn man sich selber darum kümmert, landet es dann doch eher auf einem Festgeldkonto.

Der Spieler hat halt auch nie gelernt, damit umzugehen. Im Zweifel macht man das, was die Eltern schon getan haben, also Sparen. Vielleicht sogar auf dem Sparbuch?

 

Wohin mit dem Geld?

Das Geld aus den Werbeverträgen wandert neben den Zahlungen des Vereins auch auf das Tagesgeldkonto oder das Sparbuch.

Werbeverträge sind ein wichtiger Einkommesbestandteil der Sportler. Es ist eine Win-Win-Situation zwischen den Unternehmen und dem Sportler. Das Unternehmen nutzt das positive Image des Sportlers und überträgt dieses auf seine Produkte.

Da ist nichts schlimmes dabei, selbst Fußballgrößen wie Franz Beckenbauer oder Uwe Seeler haben zu ihren Zeiten bereits Werbeverträge abgeschlossen.

Und mittlerweile hat auch unser Bundestrainer einen Werbevertrag. Sie sehen also, dort geht die Entwicklung ebenfalls weiter. 

Irgendwann ist unser Fußballer dann 32 oder 35 und die aktive Karriere endet.

 

Nun gibt es zwei denkbare Szenarien.

1. Der Spieler hat so viel Geld verdient, dass es für den Rest des Lebens reicht. Das ist allerdings wie wir wissen in den seltensten Fällen so. Auch wenn man die ganzen prominenten Spieler kennt, die sich keine Sorgen um ihre Altersvorsorge machen müssen. Denken Sie an die vielen Spieler der zweiten und dritten Liga oder aber auch an den Fall, dass sich ein Spieler so verletzt, dass er seine Karriere nicht fortführen kann. Damit kommen wir dann zum zweiten Fall

2. Der Spieler hat zwar Geld gespart, kommt damit aber nicht aus. Ist vielleicht 35 und muss eine komplett neue Karriere starten. Das ist zwar mit 35 immer noch möglich, aber eben auch nicht mehr so einfach wie mit 20. Stellen Sie sich vor, Sie müssen mit lauter 18jährigen noch einmal die Schulbank drücken und eine Ausbildung machen.

 

Was ist nun schiefgelaufen im Fall 2 und was könnte vielleicht noch verbessert werden im Fall 1? 

Nun wenn Sie mich Fragen ist das eine Frage der Perspektive und der Beobachtungsgabe. Die Fähigkeit über den Tellerrand zu schauen.

Und bitte nicht falsch verstehen, das ist kein spezifisches Problem der Profifußballer. Es ist ein Problem von uns allen.

„Im Fußball wird richtig Geld verdient“ so heißt es immer, Ronaldo verdient Millionen, Messi, Ribery, Schweinsteiger, Lahm, Hummelts, Reus. Aber wie kann es dann sein, dass es so viele Fußballer gibt, die ohne Geld und Perspektive aus ihrer Karriere ausscheiden, wenn doch überall so viel Geld verdient wird?

Zugegeben, die oben genannten Spieler besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten, die nun mal nicht jedem gegeben sind. Aber kann man diese Lücke an Können mit etwas anderem wettmachen, um ein Stückchen mehr vom Kuchen zu bekommen?

Kann man!

Wie oben schon gesagt: Es ist eine Frage der Beobachtung.

 

Wo setzen wir am besten an? Ich schlage vor, ganz vorne. 

Sie erinnern sich noch an den kleinen Fußballer, der noch nicht schreiben konnte, aber die Schuhe von Ronaldo haben wollte?

Diese Schuhe wollen hunderttausende von kleinen Jungs weltweit haben. Das ist eine enorme Nachfrage.

 

Haben Sie dieses Symbol schon einmal gesehen?

Nike Logo

„Was für eine unfassbar blöde Frage“, werden Sie jetzt vielleicht sagen.
Natürlich, das ist das Markenzeichen von Nike, einem der größten Sportartikelhersteller der Welt. Jeder zweite kleine Junge trägt Schuhe von Nike, denn Ronaldo trägt sie auch.

Aber eben nicht nur Fußballer tragen diese Marke. Den Älteren unter Ihnen wird der Name Michael Jordan vielleicht noch etwas sagen. Für die jüngeren unter Ihnen, der Mann hat mal nicht ganz so unerfolgreich Baskeball gespielt.

Gut, hätten wir das geklärt, Nike kennen Sie natürlich, das Symbol haben Sie auch schon gesehen. Zugegeben, blöde Frage.

 

Haben Sie denn das auch schon mal gesehen?

Nike Chart

Abb.1 Nike 2.800% seit 1994

Und? Die Frage ist nicht ganz so blöd, oder?

Geben Sie es zu, die meisten von Ihnen werden das noch nicht gesehen haben. Der Chart von Nike seit 1994. Der Wert machte in dem Zeitraum 2.800 %.

Ein Investment in ein Produkt, was damals schon jeder haben wollte. Wir kamen nun thematisch über den Fußball, aber denken Sie an die vielen Freizeitläufer. Joggen ist ein Riesenthema und auch dort ist Nike ganz stark im Geschäft.

Warum sich nicht an dem Unternehmen beteiligen, dessen Produkte alle haben wollen? Eine Möglichkeit für Fußballer aus dem Szenario 2 zu entfliehen.

All die prominenten Fußballer haben sicherlich Aktien ihrer Ausrüster, aber auch Sie können sich dran beteiligen ohne in der Nationalmannschaft spielen zu müssen.

Ihre Lieblingsmannschaft spielt aber in Adidas? Und der kleine Jungs von damals wollte die Schuhe von Adidas weil ein anderer Star darin spielte?

 

Na und? Dann kaufen Sie halt Adidas, schauen Sie hier:

 

Adidas Chart

Abb. 2 Adidas 1.000 % seit 1995

Ich denke auch mit 1.000 % seit 1995 kann man ganz gut leben. Und wenn Sie vor der schwierigen Entscheidung stehen, Adidas oder Nike kaufen zu wollen und nicht genau wissen, welcher Wert sich besser entwickeln wird, gebe ich Ihnen einen ganz einfachen Tipp:

 

Kaufen Sie beide

Das hätte auch unser Fußballprofi machen können. Er war direkt am Ball (dieses Wortspiel soll erlaubt sein). Er stand in erster Reihe, wusste genau, was beim Fußball gekauft und getragen wurde.

Natürlich kann eine solche Entscheidung nicht der kleine Fußballer treffen, der noch nicht lesen kann. Aber seinen Eltern war es ja auch nicht verboten, die Augen aufzumachen und mal zu schauen, was getragen wird auf dem Fußballfeld.

Gut, diese Entscheidung wurde damals so nicht getroffen. An welchen Stellen in der Karriere hätte man noch die Chance gehabt, außerhalb des Fußballs Geld zu verdienen?

Sie erinnern sich noch an die Werbeverträge? Fußball ist ein Riesengeschäft und um die Spieler herum wimmelt es nur so von Marken. Nehmen wir doch mal ein aktuelles, oft belächeltes Beispiel. Mats Hummelts, einer der zwei Innenverteidiger unserer Nationalmannschaft (auch wenn Jogi Löw das aktuell anders sieht), wäscht sich im Fernsehen mit Head and Shoulders die Haare.

Und haben Sie sich die Aktie von Head and Shoulders einmal angeschaut? Suchen Sie nicht, Sie werden sie nicht finden, aber ein Blick auf die Flasche (und damit ist jetzt das Schampoo gemeint, nicht dass da Missverständnisse entstehen) zeigt uns einen Namen, der uns vielleicht bekannt vorkommt.

 

Procter&Gamble

Procter & Gamble Chart

Abb. 3 Procter&Gamble 1.000 % seit 1992

Auch knapp 1.000 % seit 1992, ebenfalls nicht schlecht. Also, auch hier gibt es Produkte und Unternehmen im Umfeld des Sportlers, von denen er profitieren kann.

Und da wir gerade beim Bundestrainer waren. Jogi Löw macht Werbung für Nivea. Auch hier werden Sie keine Aktie zu finden. Aber auch hier verrät uns die Packung mehr.

 

Das Unternehmen, welches wir suchen, heißt Beiersdorf AG.

Beiersdorf Chart

Abb. 4 Beiersdorf AG 3.000 % seit 1988

Hier sehen wir einen Chart seit 1988 mit über 3.000 %. Auch das wäre keine schlechte Wahl gewesen.

Sie sehen also, der Sportler hat die Möglichkeit, aus den vielen Marken und Trends um ihn herum eine gute Auswahl zu treffen. Er selbst bestimmt durch seine Verträge, welche Marken zu Trends werden. Näher dran am Geschehen kann man kaum sein.

Die Frage, was das alles für uns bedeutet, obwohl wir keine Fußballer sind, ist glaube ich bereits beantwortet. Auch wir können uns an dem Megageschäft Fußball beteiligen. Schauen Sie sich um, welche Marken werden gezeigt?! 

Schauen Sie sich die Charts an und entscheiden Sie, ob die Produkte gut sind und ob viele Menschen diese verwenden. 

So können auch Sie sich an den Megatrends beteiligen. Das ist Trendfolge. Und der Fußball gibt uns die richtige Bühne um auf diese Trends aufmerksam zu werden.